Tautes Heim - Bürger für Denkmale

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Tautes Heim - Mietbares Museum im UNESCO-Welterbe Hufeisensiedlung Britz

Foto: © www.tautes-heim.de
Hufeisensiedlung, 12359 Berlin

Baudenkmal mit ergänzendem Gartendenkmal

Vielen mögen beim Namen des im Berliner Süden gelegenen Kleinods „Tautes Heim“ einen Schreibfehler vermuten. Er ist jedoch eine bewusste Hommage an den Architekten Bruno Taut, der mit den Entwürfen von gleich vier der sechs Berliner Welterbesiedlungen dem Neuen Bauen in Berlin ein farbenfrohes Gesicht gab. Denn die Popularität von Tauts Schriften und den dort vertretenen Ideen für eine zeitgemäße Innenraumgestaltung hat zu einer eigenen Redewendung geführt: nämlich der, seine Wohnung zu "tauten".

Tautes Heim wurde originalgetreu restauriert, möbliert und von den beiden privaten Betreibern Katrin Lesser und Ben Buschfeld bewusst als miet- und bewohnbares Museum zu Design und Architektur der 1920er Jahre konzipiert. Es ist Teil der 1925-1930 erbauten Hufeisensiedlung in Neukölln-Britz. Deren Reihenhausbestände sind nach der Privatisierung der ehemals städtischen Wohnungsbaugesellschaft GEHAG 1998 in Einzeleigentum verwandelt worden.

Die rund 30 Hektar große Anlage gruppiert sich um eine 350 Meter lange hufeisenförmig gebogene Zeile. Sie steht seit 1986 als Ensemble unter Denkmalschutz und wurde 2010 zusätzlich zum Gartendenkmal erklärt. Das auch unter dem Namen "Großsiedlung Britz" bekannte Ensemble ist sicherlich die Bekannteste der sechs seit 2008 als UNESCO-Welterbe geführten Berliner Siedlungen und eignet sich mit ihrem historischen Gestaltungsreichtum besonders für Besuchs- und Studienaufenthalte.

Das nach hohen denkmalfachlichen Standards restaurierte Reihenendhaus ist nur 65 qm groß, aber im Inneren komplett in der Farbigkeit Tauts wiederhergestellt und im Stil der 1920er Jahre eingerichtet. Auch der Garten ist nach historischen Plänen des Gartenarchitekten Leberecht Migge mitsamt mehreren Obstbäumen und Rosenhecke authentisch angelegt. Seit 2012 wird das Objekt an geschichtsbegeisterte Berlin-Touristen vermietet, denen sich so der Wert von zeittypischer Architektur und Design über deren tatsächlichen Gebrauch vermittelt. Tautes Heim bietet dabei Raum für 2-4 Mieter, die sich vor Ort auf eine Zeitreise in die Epoche der anbrechenden Moderne begeben. Ein Angebot, das die Berliner Museumslandschaft wirkungsvoll ergänzt und von Gästen, Fachöffentlichkeit, Presse und Medien weltweit begeistert aufgenommen wurde.

Tautes Heim wurde 2013 sowohl mit der Ferdinand-von Quast-Medaille, dem Berliner Denkmalpreis, als auch mit dem renommierten "Europa Nostra Award" der Europäischen Union ausgezeichnet.

Katrin Lesser ist Landschaftsarchitektin mit Schwerpunkt Gartendenkmalpflege und hat neben den denkmalfachlichen Gutachten zur Siedlung zahlreiche weitere Gutachten und Fachbücher zu Berliner Gartendenkmalen verfasst und editiert. Auch stammt sie selbst aus einer Familie bekannter Landschaftsarchitekten. Ihr Mann, Ben Buschfeld, ist Grafik- und Ausstellungsgestalter und hat zuletzt u.a. einen handlichen Architekturführer zur Hufeisensiedlung publiziert.

Beide bieten auf Anfrage und zu besonderen Gelegenheiten auch Führungen durch die Siedlung an.


Kontakt:

Tautes Heim
c/o Katrin Lesser + Ben Buschfeld
Parchimer Allee 81b
12359 Berlin-Britz

Telefon: 030/60107193









Fotos: © www.tautes-heim.de

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